Neue Filme

12 Mal neu: vom Bilderbuchkino über Tobi-Checker-Kino-Filme bis hin zum Langfilm Mit Liebe und Chansons. Nicht verpassen: Sohn Gottes, eine Mischung aus Social Media und göttlicher Resonanz - mit ordentlich Humor gewürzt.

Sohn Gottes
Kurzfilm, Kurzspielfilm, 4 Min., Deutschland, Österreich, 2025, Empfohlen ab 14 Jahren
Beim Saubermachen in der Kirche postet Eddie zwischendurch aus Spaß das Foto der hölzernen Jesusfigur mit einem Joint zwischen den Fingern. Das hat überraschende Folgen: Sein Account wird gesperrt, und jemand beginnt, ihn über Social Media zu erpressen. Gefordert sind 400 Euro Ablass und es drohen weitere Konsequenzen. Eddie glaubt zunächst an einen Hacker, doch es stellt sich heraus, dass Gott sich persönlich zu Wort meldet, weil ihm das Foto zu weit geht. Doch dann schaltet sich Jesus selbst ein.
 
Ich wäre gern ein Baum
Nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Andrea Hensgen und Hannah Brückner
Bilderbuchkino, 3 Min., Deutschland, 2026, Empfohlen ab 5 Jahren
Ein Kind träumt sich hinein in den Wunsch, ein Baum zu sein. Ein großer Baum, der fest verwurzelt in der Erde steht, der lebendig ist und so stark, dass er Schutz bietet für viele: für die Nester der Vögel, die Mäusefamilie in der Erde unter ihm, für das Baumhaus des Bruders. Als Baum wäre das Kind unverrückbar und eins mit der Landschaft, dem Wind, dem nächtlichen Himmel. Es hätte viel Zeit, langsam zu wachsen.
Die Autorin Andrea Hensgen spinnt den Traum eines Kindes aus, das nicht bleiben darf, wo es zu Hause war. Das Aufbrechen muss mit Mutter, Vater, Bruder und Schwester zu einem Ort, den es nicht kennt. Die Illustratorin Hannah Brückner nimmt die feinen Fäden auf, setzt die Sehnsucht um in lichte Bilder, die nicht ohne Hoffnung sind auf das Austreiben neuer Wurzeln an einem neuen Ort.
Die poetische, im Konjunktiv erzählte Wunschgeschichte aus der Perspektive eines Kindes, das gegen seinen Willen fortziehen muss, und die detailreichen Illustrationen laden dazu ein, sich mit lebensnahen Themen wie Umzug, Flucht/Migration, Verlust, Geborgenheit, Hoffnung und Neuanfang.
 
Capybaras
Animationsfilm, Kurzfilm, 11 Min., Chile, Frankreich, Uruguay, 2025, Empfohlen ab 6 Jahren
Zu Beginn der Jagdsaison werden die Wasserschweine unruhig und verstecken sich im Schilf. Im Hühnerhof dagegen geht alles seinen gewohnten ruhigen Gang. Bis sich die Wasserschweine, auch Capybaras genannt, für das geschützte Leben der Hühner interessieren. Der Hahn findet deren Annäherung erstmal gar nicht gut. Bis sich ein Küken mit dem Jüngsten der Capybaras anfreundet. Es rettet ihm das Leben, die Capybaras ziehen in den Hühnerstall ein. Das bringt aber die Jäger wieder auf ihre Spur - am Ende beschließen Capybaras und Hühner gemeinsam zu den Schafen auszuwandern in der Hoffnung, endlich friedlich leben zu können.
 
Happy Things
Kurzfilm, Kurzspielfilm, 21 Min., Estland, 2024, Empfohlen ab 8 Jahren
Lilli ist zehn Jahre alt. Sie geht in die Schule, spielt gerne mit Barbies und mag Schneeballschlachten. Doch sie hat ein Geheimnis: Ihre Mama Ingrid ist traurig und schafft es nicht mehr, ihr Bett zu verlassen. Während Lilli sich neben ihrer Schularbeit auch um den Haushalt allein kümmert, sucht sie nach Wegen, ihre Mutter aufzuheitern. Sie sammelt alle Ideen, die sie finden kann: Situationen, die in der Vergangenheit schön waren, Dinge, die sie selbst glücklich machen und Dinge, über die sich andere Menschen freuen. Doch nichts scheint zu helfen. Lillis schlimmste Befürchtungen werden wahr, als ihre Mama eines Tages ins Krankenhaus kommt, während Lilli in der Schule ist. Doch die schlimme Nachricht führt auch dazu, dass Lillis Lehrerin auf ihre Situation aufmerksam wird und sich ihr zuwendet. So entsteht mitten in der Trauer doch ein fröhlicher Moment und neue Hoffnung für die Zukunft.
 
Forevergreen
Animationsfilm, Kurzspielfilm, 13 Min., USA, 2025, Empfohlen ab 10 Jahren
Ein kleines Bärenjunges irrt einsam und verloren durch die winterlich kalte Wildnis. Auf der Suche nach Futter gerät es in eine lebensbedrohliche Situation. Zum Glück befindet sich in der Nähe ein mitfühlender Baum, der den kleinen Bären rettet und ihn mit Nahrung versorgt. Schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung, die einem Elternteil-Kind-Verhältnis gleicht. Doch als der Bär immer mehr heranwächst, stößt er plötzlich auf menschengemachtes Essen und entdeckt, dass auf der anderen Seite des Flusses eine Welt existiert, die es sich zu erkunden lohnt – sehr zur Besorgnis des Baumes. Als der Bär in dieses neue, aufregende Abenteuer aufbricht, spitzt sich die Lage plötzlich dramatisch zu.
Mit Hilfe von detaillierten Animationen erzählt der Kurzfilm bewegend eine Geschichte von Geborgenheit, dem Willen auszubrechen und einer Liebe, die bedingungslos über den Tod hinausgeht. Forevergreen behandelt ganz ohne Worte (abgesehen vom Abspann) das Thema Verlust und ist dabei gleichzeitig hoffnungsstiftend. In diesem Rahmen ist auch die Gegenwart eines Gottes, der einen stets auffängt und voller Liebe zur Seite steht, in den Kurzfilm integriert, ohne dabei einen Glauben aufzuzwängen.
Durch die Einbettung in die Natur wird Schüler*innen die Möglichkeit geboten, sich auch mit schweren Themen auseinander zu setzen, dabei jedoch nicht den Mut zu verlieren.
 
Girls Don't Cry
Dokumentarfilm, 91 Min., Deutschland, 2025, Empfohlen ab 12 Jahren
Nancy, Sheelan, Sinai, Paige, Selenna und Nina leben an völlig unterschiedlichen Orten auf der Welt. Und doch verbindet sie eine Sache: Sie alle sind junge Frauen im Teenager-Alter und sie kämpfen gegen die Umstände, Erwartungen und Hindernisse in ihrem Ort, ihrem Land, ihrer persönlichen Umgebung. So floh Nancy in Tansania vor der Genitalverstümmelung und lebt in einem Schutzhaus. Die in Santiago de Chile lebende Selenna ist im Körper eines Jungen geboren und wusste, seit sie vier ist, dass sie ein Mädchen ist. Und Sheelan ist ein jezidisches Mädchen, das mit seiner Mutter aus dem Nordirak vor dem Genozid geflohen ist und nun in Tübingen lebt. Was die Mädchen sich am meisten wünschen: die Chance auf ein selbstbestimmtes, freies Leben. Und das ist nun mal keine Selbstverständlichkeit. - Der Dokumentarfilm von Sigrid Klausmann und Lina Luzyte (Co-Regie) begleitet Mädchen auf der ganzen Welt in ihrem Lebensalltag. Ein mutmachender, inspirierender Film, der die Botschaft des Empowerment transportiert.
 
Checker Tobi 3: Die heimliche Herrscherin der Erde
Dokumentarfilm, 93 Min., Deutschland, 2025, Empfohlen ab 8 Jahren
Beim Aufräumen des Kellers entdecken Tobi und Marina eine alte Videoaufnahme: Der achtjährige Tobi moderiert darin eine selbst erfundene Show über die Erde in unseren Böden – und stellt seine allererste „Checker-Frage“: Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich? Doch die Antwort darauf hat Tobi wieder vergessen. Er begibt sich auf Spurensuche und damit auf sein bislang größtes Abenteuer. Dieses führt ihn in die Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars, in die Permafrostregion Spitzbergens und zu den Spuren der alten Maya in Mexiko. Erst als er erkennt, was alle Böden verbindet und was das mit uns zu tun hat, kann er seinem größten Herausforderer, sich selbst, antworten.
 
Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen
Dokumentarfilm, 93 Min., Deutschland, 2023, Empfohlen ab 8 Jahren
In dem dokumentarischen Spielfilm dreht sich alles um eine geheimnisvolle Schatzkiste, die Tobi eines Tages erhält. Doch die Kiste ist verschlossen und nur eine Person hat den Schlüssel: Marina – Weltumseglerin und Tobis beste Freundin aus Kindertagen. Aber wo steckt sie? Mit der Suche nach ihr beginnt auch Tobis neuestes Abenteuer. - Die Reise führt ihn nach Vietnam in die größte Höhle der Welt, in die berühmte Halong-Bucht mit ihren tausenden Kalksteininseln, über das stürmische südchinesische Meer, zu Pferde-Hirten in der mongolischen Steppe und zu Indigenen im Amazonas-Regenwald Brasiliens. Immer mit einem Ziel vor Augen: Das Rätsel der Schatzkiste zu lösen und die mysteriösen fliegenden Flüsse zu finden.
 
Madeleine Delbrêl
„... mitten im Durcheinander unserer Welt“
Animationsfilm, 10 Min., Deutschland, 2026, Empfohlen ab 14 Jahren
Der Film zeichnet den radikalen Lebensweg von Madeleine Delbrêl (1904–1964) nach. Von einer überzeugten jungen Atheistin in Paris, die den Tod als einzige Realität sieht, wandelt sie sich durch die Entdeckung des Gebets zu einer modernen Mystikerin. Anstatt ins Kloster zu gehen, zieht sie 1933 mit Gefährtinnen nach Ivry-sur-Seine, mitten in die „rote“, kommunistisch geprägte Arbeiterstadt. Dort lebt sie eine „Spiritualität der Straße“, baut Brücken zu den Arbeitern und Atheisten und zeigt, dass das Evangelium nicht gepredigt, sondern im Alltag (beim Wasserholen, Radfahren, Zuhören) gelebt werden muss.
 
Das Lamm im Raum - reden wir darüber
Kurzspielfilm, 11 Min., Deutschland, 2026, Empfohlen ab 14 Jahren
Während sich ein zweiter Strich auf dem Schwangerschaftstest der 15-jährigen Zoe abzeichnet, haben ihre gestresste Mama Gabriella und ihre pflegebedürftige Oma Elisabeth ganz andere Sorgen. In einem Strudel wechselseitiger Kritik und Überforderung hat Zoes Wirklichkeit keinen Raum, ihre Situation bleibt erst einmal unausgesprochen. - Der Film erzählt von der Sehnsucht dreier Frauen, in ihrer Not gesehen zu werden, und dem Chaos des Lebens, das keinen Platz dafür lässt.
 
Schuppenhaut
Vom Mut, man selbst zu sein
Kurzspielfilm, 14 Min., Deutschland, 2025, Empfohlen ab 14 Jahren
Als eine schimmernde Schuppenhaut an den Strand gespült wird und Fiete überraschend auf die Insel zurückkehrt, gerät Ennos geordnetes Leben ins Wanken. Zwischen den wachsamen Blicken der Dorfgemeinschaft und der Legende vom verstoßenen „Seewief“ brechen Gefühle auf, die lange unterdrückt wurden. - Der Film erzählt ruhig und sensibel von einer Liebe zwischen zwei älteren Männern in einem sozialen Umfeld, das wenig Raum für Abweichung lässt, und zeigt, wie stark gesellschaftliche Erwartungen Lebenswege prägen können.
 
Mit Liebe und Chansons
Spielfilm, 103 Min., Frankreich, Kanada, 2025, Empfohlen ab 12 Jahren
Im Jahr 1963 bringt Esther (Leïla Bekhti) ihren jüngsten Sohn Roland zur Welt, der mit einem Klumpfuß geboren wird und zunächst nicht stehen kann. Entschlossen, ihm ein normales Leben zu ermöglichen, verspricht sie ihm, dass er eines Tages wie andere Kinder laufen und ein erfülltes Leben führen wird. Mit großem Einsatz hilft sie ihm, körperliche Hürden zu meistern und gesellschaftliche Vorurteile zu überwinden. Ihr Versprechen, ihm ein erfülltes Leben zu ermöglichen, begleitet sie durch eine bewegende Reise voller Herausforderungen und Erfolge – und französischem Gesang, dem Esther heilende Kräfte zuschreibt.